| Projekt Hope Eden in Nigeria |
|
Hope Eden Farm Projekt in Nigeria Shiekar Kumbur, Nigerianer, Mathematiklehrer und Annegret Mönch, Deutsche, Krankenschwester und Hebamme, die in der kirchlichen Entwicklungshilfe in Nigeria arbeitet, beschlossen als sie 1998 heirateten, in Nigeria zu leben und ihren Lebensunterhalt durch eine Farm und ein Gästehaus zu bestreiten. Sie pachteten dafür Land außerhalb der neuen Hauptstadt Abuja, was auch neu wachsenden Absatzmarkt für ihre Produkte versprach. Die Farm sollte auch ermöglichen, dass junge Leute aus der großen Verwandtschaft mitarbeiten können, um Schulgeld für ihre Ausbildung dazu zu verdienen. Über die Jahre nahmen Annegret und Shiekar zwölf Kinder aus zerbrochenen Familien und AIDS-Waisen auf. Zwei allein erziehende Mütter leben und arbeiten mit auf der Farm. Es war eine große Herausforderung für die Kinder eine einigermaßen gute Schule zu finden. Aber auch an der angeblich besten, der katholischen Schule, findet man viele Kinder, die in der 3. Klasse weder lesen, schreiben noch rechnen können. Die Kinder sind des Englischen nicht mächtig und haben praktisch keine Aussicht auf einen qualifizierenden Schulabschluss. Viel Hilfe zu Hause und die Unterstützung von freiwilligen Kurzzeithelfern aus Deutschland war und ist nötig, um den Kindern zu helfen. Dies hat Shiekars Wunsch verstärkt, auf der Farm eine Grundschule aufzubauen, von der auch die Kinder des Dorfes profitieren können. Bei den Einheimischen hat bis jetzt Schulbildung keine hohe Priorität. Für viele Familien scheint es wichtiger, dass die Jungen auf den Äckern ihrer Eltern mitarbeiten und die Mädchen früh heiraten. Dadurch entsteht ein regelrechter Teufelskreislauf, aus dem sich kaum ein Kind befreien kann. Die Hope Eden Community Schule Das Ziel der Schule ist, dass die Kinder eine gute Grundausbildung bekommen (Lesen, Schreiben, Rechnen) sowie praktische Fähigkeiten erlernen, auf die sie später aufbauen können. Eine gute Schulausbildung ist die einzige Chance aktiv am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben der expandierenden Hauptstadt teilzunehmen. Sie trägt auch dazu bei, dass Jugendliche nicht in Perspektivlosigkeit und Kriminalität enden. Mit Hilfe von Freiwilligen aus Deutschland, Holland und Nigeria wurde bereits eine Kindergruppe für zwölf Drei- bis Vierjährige etabliert, um spielerisch Englisch zu lernen – Kinder aus drei Stämmen, der Fulani, Tiv und Kwari sind dabei vertreten. Seit kurzem beginnen sie, miteinander auf Englisch zu kommunizieren. Diese Kinder sollen die erste Klasse der neuen Schule bilden, die dann auch von engagiertem und qualifiziertem Personal betreut werden soll. Zurzeit werden von Farmbewohnern und Eltern der Spielgruppenkinder die Backsteine für das Fundament der ersten Klassenräume aus dem Lehmboden der Farm hergestellt. Die Startschwierigkeiten sind groß! Barbara (freiwillige Helferin aus der Schweiz) im Namen von Annegret & Shiekar Kumbur |